
Die Produktbezeichnungen für das Tylose-Sortiment lassen sich auf ein überschaubares Nomenklatur-Schema zurückführen. Im Rahmen der Nomenklatur werden bei jeder Produktbezeichnung drei wesentliche Kategorien unterschieden, die das Produkt charakterisieren:
Einzelheiten der Namensgebung werden im folgenden Nomenklatur-Schema am Beispiel von Tylose MHS 30007 P6 dargestellt. Aus der Namensgebung der Tylose MHS 30007 P6 lässt sich ableiten, dass eine Methylhydroxyethylcellulose (MH) mit hohem Hydroxyethylierungsgrad (S) und einer Viskosität von 30000 mPa·s (nach Höppler) vorliegt. Eine Modifizierung durch Additive wird dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der beiden letzten Ziffern in der Viskositätsangabe größer als 0 ist. Bei der Tylose MHS 30007 P6 handelt es sich somit um eine modifizierte Type. Der Betrag der letzten beiden Ziffern in der Viskositätsangabe hat indes nichts mit der Stärke der Modifizierung bzw. der Menge an eingesetztem Modifizierungsmittel zu tun. Der Schlüssel „P6“ besagt, dass ein Feinstpulver mit einer Partikelgröße < 100 µm vorliegt.
Eine Spezialität von SE Tylose sind Allyl-modifizierte HEC-Typen, wobei die Allyl-Modifizierung durch den Buchstaben „A“ im Produktnamen zum Ausdruck gebracht wird (Beispiel: Tylose HA 40 YP2).
Das Sortiment von SE Tylose umfasst neben den klassischen, nicht anquellverzögerten Produkten (in der Regel ohne besondere Kennzeichnung) auch lösungssichere, gering anquellverzögerte Typen (gekennzeichnet durch „K“) sowie anquellverzögeret Tylose-Typen (gekennzeichnet durch „Y"). Einige ausgewählte Tylose H-Typen, bei denen explizit betont werden soll, dass die Ware nicht anquellverzögert ist, werden durch den Buchstaben „N“ gekennzeichnet (Beispiel: Tylose H 10000 NG4).
Anmerkung zu Viskositätsstufe und spezifizierter Viskositätsbandbreite:
Die der Nomenklatur zu Grunde liegende Einteilung in Viskositätsstufen basiert historisch bedingt auf Viskositätsmessungen mit dem Höppler-Kugelfallviskosimeter nach DIN 53015. Die in den Produktspezifikationen von SE Tylose angegebenen Viskositätsbandbreiten werden hingegen mit Brookfield Rotationsviskosimetern bestimmt.