
Damit Tylose die Vielzahl ihrer positiven Eigenschaften entfalten kann, muss sie in einem Lösungsmittel gelöst werden. In Abhängigkeit von der Art und dem Grad der Veretherung ist Tylose in einer Reihe von Lösungsmitteln sowie in einem weiten Temperaturbereich löslich, so dass wir unseren Kunden individuelle und maßgeschneiderte Problemlösungen anbieten können. Die Löslichkeit von Tylose ist in einem vorgegebenen Lösungsmittel abhängig
Eine charakteristische Eigenschaft der Methylcellulosen (MC) und ihrer Mischether (MHEC und MHPC) ist das Ausflocken und Koagulieren beim Erwärmen. Unterhalb der so genannten Flockungs- bzw. Koagulationstemperatur ist Tylose sehr gut in Wasser löslich. Die maximal lösliche Tylose-Menge ist lediglich dadurch beschränkt, dass die resultierende „Lösung“ sehr stark verdickt und mit zunehmender Tylose-Konzentration zu einem festen Gel wird. Aus diesem Grund wird die Löslichkeit von Celluloseethern in Form der Temperatur charakterisiert, bei der ein Celluloseether aus der Lösung ausflockt bzw. koaguliert.
In wässriger Lösung flocken reine Methylcellulosen bei einer Temperatur zwischen 45°C und 60°C aus. Durch Mischveretherung (MHEC, MHPC) ist es möglich, den Flockungspunkt zu höheren Temperaturen zu verschieben. Beispielsweise flocken hoch mischveretherte Tylose MHEC- und Tylose MHPC-Typen zwischen 65°C und 85°C aus. Bei höher konzentrierten Lösungen kommt es im Koagulationsbereich zur Bildung eines Thermogeles. Beide Erscheinungen, Thermokoagulation und Thermogelbildung, sind reversibel, beim Abkühlen geht die Methylcellulose wieder in Lösung. Tylose H bleibt auch bei starker Temperaturerhöhung klar gelöst. Thermokoagulation bzw. Thermogelbildung treten bei Tylose H-Typen in der Regel nicht auf.